
Wer
oder was ist DER.MONDMANN.?
Im Rahmen einer Hausarbeit mit dem Thema
ENDPRODUKTE DER KOMMUNIKATION - ORIENTIERUNGSSYSTEM: MARKE
kam es im Jahr 2008 zu einem Interview zwischen Eva-Marie Mallmann,
Julia Zimmermann [beide im Studiengang Angewandte Kulturwissenschaften]
und mir: Jens Warnecke. In der Folge, mit freundlicher Genehmigung der
Autorinnen, ein Auszug aus der Hausarbeit.
Wie das alles gemeint ist? Hier ein paar Antworten.
Das
Café „Mondmann“
Das Café „Mondmann“ existiert in Lüneburg seit
dem Frühling 2006. Gegründet wurde es mit der Idee, einen
Raum zu schaffen, in dem Gastronomie und Kultur nebeneinander existieren
können. Kunstobjekte als „schöne Dinge“ sollten
ihren Platz im Alltag finden, denn „was wir im Alltag sehen, bestimmt
unser Denken.“ Die Auswahl der Kunst erfolgt nach persönlicher
Entscheidung. Der Café-Raum steht dem Künstler vollständig
zur eigenen Gestaltung zur Verfügung. Kunst soll sichtbar und Gegenstand
der ständigen Auseinandersetzung sein und keine beiläufige
Wanddekoration. Im Logo des Cafés finden sich die Worte „Espressobar.
Galerie. Zeitloch.“.
Rein wirtschaftlich ist der Ansatz des Konzeptes kein Erfolgsmodell.
Jens Warnecke formuliert sein Markenkonzept selbst als „Angebot“,
das dem Besucher zur Verfügung steht und als „Marketing ohne
Zwang“. Im Idealfall leitet das Interesse die Kunden in sein Café.
„Interesse“ ist gleichzeitig die indirekte Benennung des
Konzepts. Er selbst sagt: „Wenn die Leute davor stehen und sich
fragen: Was ist das? Ist es ein Blumenladen? Verkauft er Grabsteine?
Nein, es ist ein Café, das Kunst ausstellt..., dann ist das Ziel
erreicht und das Interesse geweckt.“
Einem ähnlichen Prinzip folgt er in der Auswahl der Künstler.
Derjenige, der sein Interesse an der Auseinandersetzung weckt, erhält
den Ausstellungsraum für Malerei, Fotografie, Skulpturen, Installationen
oder Konzeptkunst. Sein Kulturangebot umfasst auch Lesungen, Konzerte
und Veranstaltungen, die einem Austausch dienen und Raum für Experimente
mit Kultur bieten. Grundlegend für sein Konzept ist das „Angebot“
des Raumes, das die Besucher und Gäste nutzen sollen, um so zur
Gestaltung des Cafés beizutragen.
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