
Wer
oder was ist DER.MONDMANN.?
Ähnlich
wie im Film „Smoke“ der Tabakladen Harvey Keitels soll das
Café ein Ort sein, das soziale Strukturen bedingt und fördert.
So bleibt es am Puls der Veränderungen. Wer das Konzept nicht versteht,
muss es lernen. Auch dies ist im Angebot enthalten.
Bei wem das beschriebene Interesse am Unternehmen geweckt werden kann,
der ist gleichzeitig Zielgruppe. Es ver-sammeln sich Kunden und Gäste
aller Alterstrukturen und verschiedener Lebensstile.
Wer in die mailing – Liste eingetragen ist, wird mit einem Newsletter
regelmäßig über Veranstaltungen informiert.
Werbung und Marketing sind heute reduziert auf Aktionen und die Internetseite.
Diese operative Maßnahme erfolgte aufgrund der Erfahrung, die
der Besitzer mit vorangegangenen Marketingmaßnahmen sammelte.
Die Werbeaktion, Kaffee auf der Straße zu verschenken, um Aufmerksamkeit
auf die Marke „Mondmann“ zu generieren, wurde zwar dankbar
angenommen, doch führte sie nicht zu der erhofften Besuchergewinnung.
Im
Sinne des Kommunikationskreislaufs ist dies als Reaktion zu werten,
die gezielt das Feedback der Bezugsgruppe verwertet. Der Newsletter
wird weiter existieren, doch auch die Zusammenarbeit mit der Presse
folgt dem Prinzip des „Angebots“. Pressemeldungen gehen
nicht in die Redaktionen, vielmehr wird vorausgesetzt, dass die Medien
bei „Interesse“ über das Angebot informiert sind. Zu
der Bezugsgruppe des Cafés gehören sowohl die Besucher als
auch die Künstler. Die Künstler nehmen das Angebot dankbar
und zahlreich an.
Die
existierende Besuchergruppe ist intensiv mit dem Café „Mondmann“
verbunden und nutzt das Kommunikationsangebot sowie das künstlerische
Zeitloch. Neue Besucher zu gewinnen ist jedoch eine Herausforderung.
Die Laufkundschaft bleibt oft verstört oder gar verängstigt
vor der Tür, getragen von Unverständnis. Da kein Ladentresen
erkennbar ist und keine Getränkekarte ausliegt, verschreckt viele
Besucher die Tatsache selbst aktiv werden zu müssen und nach dem
Getränkeangebot zu fragen. Auch vermeintlich kunst- und kulturinteressierte
Studenten bleiben ohne erkennbaren Grund aus.
Es
scheint, als sei das Konzept nicht für eine Kleinstadt geschaffen.
So erzählt auch der Besitzer, dass eher Großstädter
den Weg ins Café sofort finden, denen der Umgang mit solchen
Räumen bekannt ist. In Lüneburg wird der „Mondmann“
ambivalent wahrgenommen. Langsam ändert sich das Bild. Wer vorher
beispielsweise von einem „Laden für Pseudo-Intellektuelle“
sprach, ohne sich jemals mit dem Besitzer oder Café persönlich
zu befassen, hat durch verschiedene Veranstaltungen in vergangenen Jahren
doch den Weg ins Café „Mondmann“ gefunden.